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Frau-sucht-Mann

Märchenfrauen. Von starken und schwachen Frauen im Märchen. [Broschiert]

Mit Sicherheit haben die »Kinder- und Hausmärchen« der Brüder Grimm unsere Vorstellungen von einem »richtigen« Zaubermärchen geprägt – in so hohem Maße, daß viele Forscher von der »Gattung Grimm« sprechen. Diese weltweit bekannte Märchensammlung, erstmals 1812 erschienen, atmet deutsches Biedermeier, obwohl die Quellen viel tiefer in die Vergangenheit zurückreichen. Sie spiegelt das traditionelle Frauenbild dieser Epoche weitaus markanter wieder als die mit rund 6oo Texten noch umfangreicheren »Russischen Volksmärchen«, die A. N. Afanas’ev zum ersten Mal in den Jahren 1855 bis 1863 herausgab. In letzteren findet sich eine beträchtliche Zahl von starken und ungewöhnlichen Frauengestalten. Vierzehn Texte aus diesen beiden Sammlungen wurden für die Gegenüberstellung von »starken« und »schwachen« Heldinnen ausgewählt. Es ist vielleicht typisch für Grimms Märchen, daß die Königstochter in »Die zwölf Jäger« ihre »Stärke« nur dadurch gewinnt, daß sie sich als Mann verkleidet, während russische Märchenheldinnen wie die Zarenjungfrau »Rote Wange Schwarzer Zopf« und Mar’ja Morevna ganz ohne solcherlei Anleihen beim männlichen Geschlecht als mächtige Herrscherinnen dargestellt werden. Andere Frauengestalten aus dem östlichen Sagenkreis sind körperlich stark und mitunter gar gewalttätig. Kaum zu überbieten ist die Verbindung von sozialer Macht, körperlicher Stärke und Zauberkaft: Jungfrau Zar mutet fast wie eine »Traumfrau« an und Elena die sehr Weise sogar wie eine Göttin. Bewunderung, zum Teil aber auch Angst kennzeichnen das Verhalten des Märchenhelden gegenüber derart »starken« Frauengestalten. In den abwechselnd deutschen und russischen Beispielen des zweiten Teils (»Märchen von der schwachen Frau«) fehlt bezeichnenderweise die aktive Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht. Hier überwiegen unfreiwillige Trennung der Partner und Entfremdung; dementsprechend ist die Haltung der Märchenerzähler von Mitleid mit der leidenden, oft unschuldig verleumdeten jungen Frau geprägt. Vor allem Geburten und Stillphasen erlebt die Märchenheldin als eine Zeit der Schwäche. Ebenso sehen sich Bräute und junge Mädchen an der Schwelle zum Erwachsensein existentieller Bedrohung ausgesetzt.

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